Aktuelles
Start des nächsten Vorbereitungskurses auf die Jägerprüfung in NRW

Am 11. September 2025 ist der diesjährige JJ-Kurs im Ausbildungszentrum der KJS auf der Wiedenfelder Höhe am Neuhöllner Hof gestartet
Wir freuen uns darauf, alle Teilnehmenden kennen zu lernen und mit ihnen die nächsten Monate verbringen zu dürfen. Es wird eine spannende Zeit.
Herzlich willkommen und eine schöne gemeinsame Zeit.

Abschlussjahrgang 2025
Lernort Natur zu Gast bei den Quarzwerken in Frechen
Wildtierrettung mit der Wärmebilddrohne

Bei strahlendem Sonnenschein konnten am 05.04.2025, 7 Kinder im Grundschulalter bei einem Workshop zur Wildtierrettung teilnehmen.
Es wurden verschiedene Präparate mit einer Wärmequelle versehen und versteckt, die Kinder mussten diese anhand des Displays finden.
Dank Drohnentechnik können neben Rehkitzen auch Bodenbrüter oder Junghasen sicher aufgespürt werden.
Rehkitze werden mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 97 Prozent in einer Wiese gefunden.
Jedes zerstörte Gelege der am Boden brütenden Vogelarten ist ein herber Verlust für den Artenschutz. Fast alle Bodenbrüterarten in Deutschland sind gefährdet, da ihre Bestände insbesondere aufgrund der intensiven Landwirtschaft rückläufig sind. So haben Rebhuhn und Kiebitz in den letzten 45 Jahren über 90 Prozent ihres Bestands eingebüßt.
Zu allen gefundenen Tierarten gab es immer eine kurze Beschreibung und im Anschluss daran erhielten die Kinder einen Stundenplan vom LJV NRW zum Thema Wildtierrettung.
Den nur, was die Kinder kennen, schützen sie auch!
Margarethe Henn
KJS Rhein-Erft-Kreis


Vun nix kütt nix
(Von nichts kommt nichts – Rheinische Weisheit)
Am 30.01.2025 demonstrierten in Hannover 20.000 Jäger gegen die in Niedersachsen geplante Jagdrechtsreform. Hiervon betroffen war die Ausbildung und Prüfung von zukünftigen Jagdgebrauchshunden an lebenden Tieren. Davon soll nunmehr nicht länger die Rede sein. Unter dem Druck dieser Demonstration ist die Landesregierung zurückgerudert und spricht allenfalls nur noch von einem Überprüfungsbedarf.
Dieser vorläufige jagdpolitische Erfolg ist für die Zukunft der Jagd nicht nur in Niedersachsen enorm wichtig, weil es um nicht weniger geht als zu gewährleisten, dass wir unsere Jagdhunde auch zukünftig möglichst praxisnah ausbilden und prüfen.
Dieses Beispiel erhellt, dass es unverzichtbar ist, unsere angehenden Jungjäger schon während ihrer Ausbildung im Jungjägerkurs mit den Grundlagen des Jagdgebrauchshundewesens vertraut zu machen, damit sie später wissen, wovon die Rede ist und was für die Jagd auf dem Spiel steht, wenn man plant, in Grundlagen der Zucht, Ausbildung und Prüfung von Hunden einzugreifen.
Um auch zukünftig das zu erhalten, was in über 100 Jahren Jagdgebrauchshundezucht für eine vielseitige und tierschutzgerechte Jagd an Hunden gezüchtet wurde und wird, müssen unsere Jäger die einzelnen Jagdhunderassen, ihren angedachten Verwendungszweck, ihre Stärken, aber auch ihre Grenzen und auch das hierzu erforderliche Hintergrundwissen vermittelt bekommen. Wichtig hierbei ist insbesondere, dass die Möglichkeit besteht, Vertreter der Rassen vor Ort zu erleben und Fragen stellen zu können, die ein Fachbuch nicht beantworten kann.
Was kann es hierzu Besseres geben als eine Rassevorstellung, die wenn möglich alle derzeit im JGHV zugelassenen Rassen zeigt, wo erfahrene Züchter, Ausbilder und Hundeführer den interessierten Jungjägerkandidaten in großer Anzahl Fragen beantworten können und zudem auch Vertreter der einzelnen Rassen an praktischen Beispielen einem großen Publikum zeigen, was sie alles können und wozu sie gezüchtet wurden?
Nach dem großen Erfolg in den letzten Jahren hat sich daher die Kreisjägerschaft Rhein-Erft erneut dazu entschlossen, alle Zuchtvereine und benachbarten Kreisjägerschaften nach Bergheim einzuladen, den Jungjägern einen möglichst vollständigen Überblick zu verschaffen. Insgesamt hatten über 100 Hundeführer als Vertreter von 49 Rassen zugesagt und konnte dadurch das breite Spektrum der im JGHV vertretenden Rassen (Vorstehhunde, Schweißhunde, Stöberhunde, jagende Hunde, Erdhunde, Apportierhunde) abgebildet werden – darunter etwa auch alle englischen Vorstehhunde oder eher seltene Rassen aus unseren Nachbarländern. Neben den schon im letzten Jahr vertretenen Jungjägerkursen der Kreisjägerschaften Rhein-Erft, Düren und Heinsberg waren dieses Mal auch viele Jungjäger aus dem benachbarten Neuss zugegen, so dass der Teilnehmerkreis stetig anwächst. Erneut konnten Apportier- Erd- und Schweißhunde bei ihrer Arbeit gezeigt werden. Immer wieder beeindruckend ist die Ruhe und Sozialverträglichkeit aller gezeigten Hunde, die mit einer großen Menschenmenge und vielen anderen Hunden auf zum Teil engen Raum gelassen umgingen.
Die Demonstration in Hannover war nicht nur politisch ein Erfolg, sondern hat alle Teilnehmer motiviert, weiterhin für die gemeinsame Sache zusammenzustehen. „Wir sind alle eine große Familie“ – dieser Funke muss nun aus Hannover überspringen. Und genau das wird auch auf einer Veranstaltung wie dieser in Bergheim vorgelebt. Neben der beeindruckenden Eintracht von Mensch und Hund gehörte natürlich auch die Sorge um das leibliche Wohl der Teilnehmer – selbst gemachte Brötchen und Selbstgebackenes gehören wie wärmende Heißgetränke und alkoholfreie Erfrischungen halt zu jedem Familientreffen und waren in Bergheim dank der Tatkraft fleißiger Helfer mehr als ausreichend vorhanden
Zu diesen fleißigen Helfern gehörten auch in diesem Jahr die Obfrau für das Jagdhundewesen der KJS Rhein-Erft, zugleich stellvertr. Vors. des JGV Jagdhundefreunde im Erfttal, Frau Ulrike Krüger-Mertens und die Geschäftsführerin des vorgenannten Prüfungsvereins Frau Wilma Maretsch, die erneut die Hauptlast trugen. Aber natürlich auch die Mitglieder der ausrichtenden KJS und beteiligten Zucht- und Prüfungsvereine, darunter Jagdhornbläser aus der KJS Rhein-Erft unter Leitung des KJS-Vorsitzenden Kippshagen, ohne die eine solche Veranstaltung einfach unvollständig wäre.
„Vun nix kütt nix“ – ich bin mir absolut sicher, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt und auch größer wird. „Tradition“ ist Rheinland bekanntlich schon dann, wenn ein Ereignis wiederholt wird. Mit dieser Tradition darf nicht gebrochen werden! Daher bleiben alle aufgerufen, zu kommen, wenn die KJS Rhein-Erft auch nächstes Jahr wieder zum großen Jagdhunde-Familientreffen ruft.
Ho Rüd Ho
Peter Wingerath, JGHV-Landesverband NRW e.V.

Die KJS Rhein Erft hat nun einen eigenen YouTube Kanal. Über folgenden Link kann sich jeder einwählen und unsere schönen und echt toll gemachten Imagefilme ansehen.
Vielen Dank lieber Stefan für Deine unermüdliche Arbeit.
